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Zelte – Freiheit in der Natur




Freiheit, Weite, Abenteuer – damit wurde der Marlboro-Man zur Werbe-Ikone, für das wohl ungesündeste Produkt überhaupt.

Freiheit, Weite, Abenteuer – kann man beim Zelten heute noch erleben. Allerdings in Europa sehr eingeschränkt (siehe hier),
aber in den Weiten der USA und Kanadas, oder heute schon fast ein Geheimtipp, in Steppen der Mongolei… 

Da Ganze fängt allerdings mit dem richtigen Zelt an. Das richtige Zelt finden Sie sicher hier und hier

Damit Sie beim Zeltkauf und bei Ihren Trips in die freie Natur immer richtig liegen, hier unsere Tipps:

Worauf Sie beim Zeltkauf achten sollten
Verschiedene Zelttypen für jeden Geschmack
Kriterien für Ihre Kaufentscheidung
Zeltformen und Zelttypen – hier finden Sie das passende Zelt

Zelttypen
Geodät-Zelte (1)    Kuppelzelte (2)     Tunnelzelte (3)    Firstzelte (4)    Pyramidenzelte (5)     Wurfzelte

Worauf Sie beim Zeltkauf achten sollten

Zelte werden von den Camping-Ausrüstern in den unterschiedlichsten Ausführungen und Qualitäten angeboten. Das macht durchaus Sinn, denn ein Zelt, das allen Anforderungen genügt, gibt es nicht. Entscheidend sind der Einsatzzweck ebenso wie die klimatischen Bedingungen, denen das Zelt trotzen soll. Davon ausgehend empfehlen sich neben Größe und Gewicht, dem Aufbau des Zeltes und Ansprüchen an die Wasserdichte bestimmte Zeltformen, die maßgeblich für die Stabilität und Handhabung sind. 

Wenn Sie ein Zelt kaufen möchten, hängt die Art, Form, Größe und Beschaffenheit des Zeltes natürlich in erster Linie von Ihrem individuellen Verwendungszweck ab. Es gibt etliche verschiedene Typen, sodass die Auswahl nicht immer leicht ist.

Verschiedene Zelttypen für jeden Geschmack

Das richtige Zelt zu finden, gestaltet sich bei der Vielzahl von Zeltformen nicht immer leicht. Um fürs Camping das richtige Zelt zu finden, muss sich der Camper überlegen, was er genau vorhat – denn je nach Einsatzzweck ergeben sich auch unterschiedliche Möglichkeiten.

Wenn Sie ein Zelt kaufen, sollten Sie sich unbedingt vorher fragen, wie und für welchen Zweck Sie dieses voraussichtlich einsetzen werden. Für eine mehrtägige Bergsteigertour in den Alpen benötigen Sie etwa ein hochwertigeres Zelt als für einen Wochenendausflug auf einen Campingplatz oder für Ihre Kinder im Garten.

Generell ist es wichtig, dass Ihr Zelt ein biegsames, aber nicht leicht zerbrechliches Gestänge aufweist. Das Bodenmaterial und Innenzelt sollte am besten aus luftdurchlässigem Nylon bestehen, und das Außenzelt sollte reißfest, witterungsbeständig und vor allem wasserfest sein.

Kriterien für Ihre Kaufentscheidung

Zelte, die allen Anforderungen entsprechen, gibt es nicht. Die Auswahl ist vom Einsatzgebiet und Ihren persönlichen Ansprüchen an Größe, Gewicht und Komfort sowie von der Preisklasse abhängig. Beachten Sie folgende Kriterien:

  • Größe: Die Nutzfläche der Zelte unterscheidet sich häufig von der Grundfläche. Überprüfen Sie deshalbdie Maße für Innen- und Außenzelt, die wir online auf unseren Zeichnungen angeben, und wählen Sie ein Zelt mit der richtigen Größe und für ausreichend viele Personen.
  • Gewicht: Unsere Gewichtsangaben entsprechen dem Gewicht der Zelte im Packbeutel, d. h. inklusive Heringe, Abspannleinen und Zubehör. Wägen Sie ab, wie schwer Ihr Zelt sein darf.
  • Komfort: Bei der Ausstattung hat jeder seine eigenen Vorstellungen. Bestellen Sie ein Modell, das zu Ihren Plänen passt, beispielsweise mit mehreren Apsiden, vielen Innentaschen, Lüftern oder weiteren Ausstattungsmerkmalen.  (Apside = Vorbau, Vorzelt, auch Windfang am Zelteingang)
  • Wetter: Achten Sie beim Zeltkauf auf die Witterungsverhältnisse am Einsatzort. Material, Beschichtung und Konstruktionsweise spielen hierbei eine große Rolle. Außerdem sollten Ihre Zelte über ausreichende Belüftungsmöglichkeiten verfügen, damit sich kein Kondenswasser bildet. Das ist für kalte, nasse und warme Gefilde besonders wichtig.

Stabil und wasserdicht soll es sein

Wassersäule und Lüftung

Die sogenannte Wassersäule gibt an, welchem Wasserdruck das Außenmaterial des Zeltes standhält, bevor Feuchtigkeit durch die Außenhaut dringen kann. Hier genügt im Normalfall ein Wert von 5.000 Millimetern aus. Wenn Sie in besonders regenreichen Gebieten zelten, sollten Sie eine Wassersäule von mindestens 8.000 Millimetern wählen.

Auch ein vernünftiges Belüftungssystem ist ein Muss. Achten Sie auf Luftdurchlässe im oberen Teil Ihres Zeltes – diese sorgen für ausreichend Luftaustausch und wirken Kondenswasser entgegen. Grundsätzlich werden Sie das beste Zelt kaufen, wenn es die Eigenschaften stabil, leicht, wind- und wasserfest in sich vereint. Die häufigsten Zelttypen, die diese Kriterien erfüllen, sind die “Evergreens” Tunnelzelt und Kuppelzelt.

In diesen Bauformen gibt es auch die sogenannten “Wurfzelte, die sich besonders schnell aufbauen lassen und sich für Angel-, Biker- oder Trekkingtouren eignen.

Zeltformen und Zelttypen – hier finden Sie das passende Zelt

KuppelzeltKuppelzelte sind sehr verbreitet, da sie ein guter Kompromiss zwischen Raum und Stabilität sind.

Das Kuppelzelt ist mittlerweile der moderne Klassiker. Seine Iglu-Form verdankt es den beiden elastischen Stangen, die sich am Scheitelpunkt kreuzen und den vier Wänden ihren Halt geben. Da die vier Enden der Stangen gleichzeitig den Boden stabilisieren, ist das Zelt selbsttragend und kann in der Not auf Heringe und Spannleinen verzichten. Generell sind diese Zelte äußerst stabil und auch bei wechselnden Windrichtungen standhaft.

Kuppelzelte können sowohl Längs- als auf Querlieger sein und auch in der Personenzahl variieren. Vorteilhaft ist auch das oft bei diesem Zelttyp mögliche Trennen von Außen- und Innenzelt, wobei Sie das innere als reinen Moskitoschutz verwenden können. Nachteilig ist, dass Kuppelzelte aufgrund ihrer flachen Wände weniger Raumausnutzung bieten. Kuppelzelte eignen sich eigentlich für alle Gelegenheiten, vorausgesetzt man ist bereit, auf etwas Platz zu verzichten. Die Leichtgewichte sind bequeme Begleiter und können von jedem Laien in kürzester Zeit aufgestellt werden.

Vorteile
 gutes Verhältnis: Gewicht zu Platzangebot
 Kopffreiheit
 freistehend
 gute bis sehr gute WindstabilitätNachteile
 Aufbau etwas zeitaufwendig
Raumangebot und Kopffreiheit eingeschränkt
relativ hohes Gewicht
kleine Apsis, bei einem normalen Kuppelzelt

TunnelzeltTunnelzelte bieten durch Ihre Zeltform das beste Verhältnis zu Gewicht und Raumausnutzung. Richtig abgespannt bietet die Zeltkonstruktion auch einen guten Schutz gegen starke Winde. Tunnelzelte haben oftmals parallel stehende Gestängebögen. Zelte mit auch noch kreuzenden Gestängebögen sind stabiler und sind damit eine Mischform zu einem Geodätzelt.
Tunnelzelte gibt es in allen Größen und für vielfältige Einsatzgebiete. Tunnelzelte gehören zu den beliebtesten Trekkingzelten. Sie bieten extrem viel Platz bei bester Raumausnutzung (80-90%) und sehr geringem Gewicht. Gegen Querwinde sind sie zwar etwas anfälliger als Kuppel- oder Geodätzelte, bei guter Abspannung und längs in den Wind gestellt ist es jedoch genauso stabil. Es bietet meist zwei Eingänge und Apsiden wodurch es viel Stauraum für viel Gepäck bietet und gleichzeitig eine gute Möglichkeit in der windabgewandten Apside zu kochen. Für alle Trekkingfans, die wochenlang unterwegs sein wollen, dabei aber auf Komfort nicht verzichten möchten, bietet sich unbedingt der Kauf eines Tunnelzelts an. Gerade große Personen suchen oft vergeblich nach einem Zelt mit ausreichend langer Liegefläche. Am ehesten werden sie bei einem Tunnelzelt fündig.

Vorteile
 + sehr gutes Verhältnis: Gewicht zu Platzangebot
 + Kopffreiheit
 + sehr gutes Verhältnis: Packvolumen zu Platzangebot
 + großzügige Apsis
 + gute Windstabilität
 + empfehlenswert für große Menschen (Längsschläfer-Version)
 + schneller, leichter AufbauNachteile– Benötigt mehr Fläche zum Aufstellen, dadurch nicht gut geeignet für das Zelten im
Hochgebirge- Windanfällig gegenüber Seitenwinden aufgrund seiner größeren Fläche, deshalb
nachteilig im Gebirge und an Orten, wo die Windrichtung häufig wechselt- Es werden sehr viele Heringe für das Abspannen benötigt, was auf hartem Boden
oder bei Schnee Probleme bereiten würde

Geodät0Geodät-Zelt

Das Geodätzelt ist ein windstabiles und wetterfestes Zelt. Der geodätische Zelttyp kommt eher im hochalpinen Umfeld zum Einsatz oder bei Outdoorfans, die auf ein Maximum an Stabilität, auch in niederen Lagen, vertrauen möchten.

Diese Zeltform wird oft auf Expeditionen wegen der Stabilität eingesetzt. Es wird aber auch auf Trekkingtouren eingesetzt, wo mit ständig wechselndem Wetter oder verschiedensten Bodenbeschaffenheiten gerechnet werden muss. Ein Geodätzelt steht oftmals ohne Abspannleinen und durch die geodätische Zeltform auch sehr stabil. Dieser Zelttyp empfiehlt sich auch wenn auf dem Campingplatz wenig Platz ist, da dass Zelt, wie schon erwähnt, auch ohne Abspannleinen stabil steht.

Diese Zeltform wird oft auf Expeditionen wegen der Stabilität eingesetzt. Es wird aber auch auf Trekkingtouren eingesetzt, wo mit ständig wechselndem Wetter oder verschiedensten Bodenbeschaffenheiten gerechnet werden muss. Ein Geodätzelt steht oftmals ohne Abspannleinen und durch die geodätische Zeltform auch sehr stabil. Dieser Zelttyp empfiehlt sich auch wenn auf dem Campingplatz wenig Platz ist, da dass Zelt, wie schon erwähnt, auch ohne Abspannleinen stabil steht.

Geodäten besitzen mindestens drei flexible Stangen und je mehr es davon zählt, desto höher ist seine Stabilität, mit und ohne Spannleinen. Allerdings will das Aufstellen bei den vielen Laschen geübt sein. Die windfesten Biwaks, die auch jede Menge Wasser abweisen, sind expeditionstauglich und konstruiert für extreme Bedingungen.

Vorteile:

  • extrem sturmstabil
  • gutes Raumangebot bei viel Kopffreiheit

Nachteile:

  • langwieriger Auf- und Abbau
  • hohes Gewicht

FirstzeltDas Firstzelt ist das Urgestein unter den Zelten.

Dieser Klassiker in Dreiecksform bietet sich vor allem als Zelt für größere Gruppen oder für den kleinen Geldbeutel an, jedoch aufgrund der geringen Stabilität nicht für den extremen Outdooreinsatz. Es ist ein perfektes Zelt für das Schönwettercamping.
Das Firstzelt ist, mit seiner rechteckigen Grundform, die bekannteste Zeltform. Es ist äußerst leicht aufzubauen und hat ein sehr geringes Packmaß. Es findet heute allerdings kaum noch Anwendung, da das Firstzelt gegenüber modernern Zeltformen zu viele Nachteile aufweist. So liegt die Raumausnutzung bei Firstzelten, aufgrund der schrägen Zeltwände,  bei nur etwa 50%. Woraus auch die geringe Kopffreiheit resultiert.
Ein weiterer negativer Aspekt bei der Bewertung ist , dass fast alle Firstzelte einwandig sind und dies bei schlechter Belüftung unumgänlich zu einem Kondenswasserproblem im Innenraum führt. Beim Aufstellen des Firstzeltes sind Heringe unerlässlich, da es im Vergleich zu einem Kuppelzelt, nicht ohne Heringe und eine entsprechende Abspannung steht. Das Firstzelt ist, durch die eher mäßigen Abspannpunkte und die großen Seitenflächen, zudem mittel bis stark windempfindlich.

Statt der einfachen Zeltstangen, die bei Firstzelten mitten im Eingang und am Kopfende stehen, verwenden einige Hersteller V-förmige Stangen, sodass das hineingehen deutlich erleichtert wird.

Vorteile
 einfacher Aufbau
 niedrige Anschaffungskosten
 kleines Packmaß
Nachteile
 störende Gestänge
 geringe Raumausnutzung
 geringe Windstabilität
 Kondenswasserproblem
 geringe Kopffreiheit
 keine Apsis
  nicht freistehend

PyramidenzeltDas Pyramidenzelt ist der neue Hit unter den Ultra-Leicht-Wanderern. Das wie ein Tipi geformte Zelt besticht durch seine Einfachheit. Eine Zeltstange, eine Plane und Heringe, mehr nicht. Trotz aller neuen Zeltentwicklungen hat es bis heute seine Fans.

Das Zelt ist in der Grundfläche vier-, sechs-, achteckig oder komplett rund. In der Mitte wird eine Stange aufgestellt, an der das Zelt aufgehängt wird. Ab einer gewissen Größe, ist es sogar möglich innerhalb des Zelts aufrecht zu stehen.
Da diese Zeltform nicht freistehend ist, wie beispielsweise das Kuppelzelt, muss es an den Abspannpunkten entsprechend mit Heringen fixiert werden. Zur Belüftung des Zelts ist an der oberen Aufhängung Stoff ausgespart. Dieses sogenannte Rauchloch, in der Zeltspitze, wird durch ein extra Stück der Zeltbahn abgedeckt und kann je nach belieben geöffnet und geschlossen werden. In größeren Pyramidenzelten ist es möglich, nach entfernen der Bodenplane und dem öffnen des Rauchlochs, im Innenraum ein Feuer zu entzünden, um so ein Essen zuzubereiten oder die Bewohner zu wärmen.
Das Pyramidenzelt verfügt in der Regel über nur einen Eingang und über keine Apsis. Es ist meist für 4 oder mehr Personen ausgelegt und recht schwer. Daher findet  es heutzutage hauptsächlich bei den Pfadfindern, beziehungsweise bei Expeditionszelten Anwendung.

Vorteile
 gutes Platzangebot
 Kopffreiheit
 Feuer im Zelt entzünden
Nachteile
 hohes Gewicht
 keine Apsis
 hohes Gewicht
 mittlere Windstabilität
 störendes Gestänge in der Zeltmitte
 nicht freistehend

Steilwandzelt (Hauszelt)

Das Steilwandzelt ist so konstruiert, dass man in ihm aufrecht stehen kann. Dadurch ist die Raumnutzung zur Grundfläche optimal und beträgt nahezu 100%. Diesen Luxus bezahlt diese Zeltform jedoch mit einem sehr hohen Gewicht und einer sehr geringen Windstabilität. Daher ist diese Zeltform eher auf einem Campingplatz zuhause, als bei einer Trekking-Tour.

Vorteile
 Raumnutzung nahezu 100%
 optimale Kopffreiheit
 aufrechtes Stehen möglich
 freistehend
Nachteile
 sehr schwer
 geringe Windstabilität

 Wurfzelt

Das Wurfzelt ist der Neuling unter den Zeltformen. Die Idee, die hinter dieser Zeltform steht, ist die, dass man ein Zelt innerhalb von Sekunden aufbauen kann. Dazu sind die ringförmigen Fiberglas-Gestänge bereits fest in das Zelt eingenäht. Wodurch man auf das mühsame Einschieben der Gestänge verzichten kann. Das Wurfzelt ist im zusammengefalteten Zustand sehr flach, allerdings hat es dabei noch einen sehr großen Durchmesser, da die Fiberglasringe, wenn auch mehrfach zusammengedreht, immer noch einen beachtlichen Durchmesser haben.
In der Regel ist das äußerst biegsame Gestänge in das Außenzelt genäht und das Innenzelt wird dann einfach darin eingehängt. Die Raumnutzung im Verhältnis zur Grundfläche und die Kopffreiheit sind ausreichend, jedoch schlechter als beim Tunnel- beziehungsweise Kuppelzelt. Die Windstabilität ist aufgrund der biegsamen Fiberglasgestänge, selbst mit einer guten Abspannung, mittelmäßig. Die meisten Wurfzelte haben keine oder nur ein sehr kleine Apside, wodurch das verstauen der Ausrüstung oder das Zubereiten von Mahlzeiten darin eher schwierig ist. Eine realistische Aufbauzeit ist, nach meinen Erfahrungen, mit 1 bis 2 Minuten anzusetzen. Alles in allem ist ein Wurfzelt eher etwas für den eigenen Garten oder ein Festival, wie Rock am Ring.

Vorteile
 sehr schneller Aufbau
 freistehend
Nachteile
 keine oder sehr kleine Apsis
 großes Packmaß

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