Ein Zelt kaufen – was sollten Sie beachten

Wer auf Tour im Zelt übernachtet,  sollte die harten Seiten des Lebens unter freiem Himmel einkalkulieren: tosende Winde, kalte Nächte, peitschenden Regen, Hagelschauer und Mückenschwärme. Aufgabe eines guten Zeltes ist es, genau davor zu schützen. Es gibt Geborgenheit,  ist Schutzbehausung, Aussichtsterrasse und Apartment in einem.

Die Auswahl an Modellen ist verwirrend groß: Da gibt es die großen, schweren und farbenprächtigen Sturmbunker. Es gibt die ultraleichten Minizelte aus hauchdünnem Hightech-Stoff sowie die faltig und schief stehenden Kuppeln aus dem Baumarkt, die aussehen, als fielen sie beim ersten Niesen zusammen und als stammten sie von Plastiktüten ab.

Da es mittlerweile mehrere Arten von Zelten gibt, sollten Sie unbedingt einige wichtige Kaufkriterien beachten. Dabei ist es egal, ob Sie ihr Zelt im Camping- oder Outdoorfachgeschäft oder im Internet kaufen. Der Kauf in einem Fachgeschäft vor Ort hat natürlich den Vorteil, dass Sie sich das Zelt genau ansehen können. Da Sie allerdings auch dort keinen Regen simulieren dürfen, werden Sie nie erfahren, ob es wirklich dicht ist. Daher unterscheidet sich der vor-Ort-Kauf nur bedingt vom Online-Kauf. Die Auswahl ist im Internet deutlich größer und die Preise können etwas geringer sein. Wir haben die Ergebnisse von Tests und Meinungen von Nutzern für Sie zusammengefasst –>

Die Wahl des richtigen Zelts hängt von 2 Faktoren ab: dem benötigten Platzangebot – in der Regel zwei Personen – und dem Einsatzzweck. Für Trekkingtouren in wilden, wetterlaunischen Regionen empfehlen sich stabile, komfortable Behausungen, in denen man gemütlich einen Regentag aussitzen, in den Apsiden nasse Ausrüstung verstauen und gleichzeitig noch kochen kann. Nicht ganz so wichtig: Aber eine helle, freundliche Farbe des Zelts hebt bei trübem Himmel die Laune, Lüfter halten bei geschlossenen Apsiden das Kondenswasser in Schach, und eine dichte Bodenwanne schützt vor Nässe selbst auf sumpfigem Grund. Dabei sollte ein solches Trekkingzelt nicht allzu viel wiegen: Vier Kilogramm für ein Zwei-Personen-Modell sind bei normaler, nicht allzu bergiger Landschaft noch gut tragbar, bei schwereren Zelten hört hier der Spaß auf.

Das gilt umso mehr für Touren in den Bergen und für Wanderungen. Hier zählt jedes Gramm. Denn ein leichter, kleiner Rucksack lässt ein höheres Tempo zu, erhöht den Wandergenuss und nimmt steilen Anstiegen den Schrecken. Mehr als 2,5 Kilo sollte ein Zelt für Berg- und schnelle Wandertouren deswegen nicht wiegen. Dafür nimmt man dann gern in Kauf, dass es im Innern etwas enger zugeht und die Rucksäcke kaum in die Apsis passen.

Beim Thema Wetterschutz hingegen sollte man keine Kompromisse machen. Auch Leichtzelte müssen Regen und Bodennässe abhalten, Stürmen trotzen und auf Tour eine sichere Zuflucht bieten. Welche Modelle das leisten, kann man weder im Katalog noch beim Händler aufgebaut mit bloßen Blick zuverlässig erkennen. Wir haben die Ergebnisse von Tests und Meinungen von Nutzern für Sie zusammengefasst –>

Bei Zelten kommt es vor allem auf Wetterschutz und Wohnkomfort an.

Wetterschutz
Ein Zelt muss vor starken Winden, Regen und Bodennässe schützen. Da die Zelte oft in windigen Gegenden zum Einsatz kommen, sollte ein sehr gutes Modell 80 km/h Wind locker aushalten. Maßgebend ist aber auch, ob das Zelt nach einer Sturmattacke einsatzfähig bleibt oder stark beschädigt wurde. Für Wasserdichte des Bodens  gilt ein Wasserdruck von 7000 Millimetern als Minimum. Die Wassersäule des Außenzeltes spielt eine besondere Rolle. Sie gibt an, wie viel Wasser das Zelt abhalten kann. Die Regenfestigkeit sollte 1500 mm betragen, ein Wert, den die modernen Zelte locker erfüllen.

Die Zelthaut besteht bei Campingzelten vorrangig aus Polyester. Mit einem T (Threadcount) wird die Fadendichte angegeben. Je größer die Fadendichte, desto reißfester ist der Stoff. Normalerweise reicht ein Außenzelt mit 180 – 190T Polyester vollkommen aus. Alle Modelle im Zelt Test hatten auch diese Stärke.

Komfort
Hier zählt vor allem das nutzbare Raumangebot des Innenzelts, das in 25 cm Höhe ermittelt wurde. Zusätzlich wurde die Fläche von Innenzelt und Apsis gemessen sowie die Sitzhöhe im Innenzelt. Außerdem wichtig: Wie gut lassen sich die Zelte belüften? Wie hell sind sie im Innern? Laufen die Reißverschlüsse?

Die Belüftung bei den Zelten ist unterschiedlich. Es gibt Decken- und Seitenbelüftungen. Es gibt nur wenige Unterschiede bei den Belüftungsergebnissen. Am Ende ist wichtig, das die Belüftung gut ist und dennoch die Belüftungsschlitze und Belüftungsflächen dicht halten und kein Wasser eindringen lassen. Sind die Lüfter von innen (und überhaupt) verschließbar?

Wie bequem kommt man in die Zelte hinein und wieder hinaus?

Auf die meisten dieser Fragen bekommen Sie Antworten in unserem 2Personen-Zelt-Test

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