Zelte und Schlafsack – erst zusammen die perfekte Kombination

41EcwsWKIIL.jpgDas Zelt schützt Sie vor Wind und Nässe, wenn Sie aber im Zelt auch gut schlafen möchten, ist ein guter Schlafsack mindestens ebenso wichtig.

Abhängig von der Jahreszeit und dem Einsatzort muss Ihr Schlafsack unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden.

Wenn Sie nur ab und zu im Zelt übernachten, leistet ein günstiger Schlafsack sicher gute Dienste.

Als Outdoor- und Trekkingfan müssen Sie sich sicher ein paar Gedanken mehr machen, besonders wenn sie in Gegenden mit sehr niedrigen Nachttemperaturen unterwegs sind. Dann wird Sie eher ein Expeditionsschlafsack komfortabel schlafen lassen…

Sind Sie eher groß und kräftig gebaut, sollte auch das ein Kriterium für die Auswahl sein. Manche Schlafsäcke sind eher schmal geschnitten – und wie eine Pellwurst wollen Sie wohl die Nacht auch nicht verbringen.

Welcher Schlafsack passt also zu Ihnen?

Bis zu welchen Temperaturen Sie den Schlafsack verwenden möchten,  wird die Auswahl des passenden Schlafsacks entscheidend beeinflussen.

Leider spielt dabei aber auch das Gewicht eine große Rolle.

Die günstigeren Kunstfaserschlafsäcke sind bei guter Wärmeleistung leider meist schwerer. Das ist vor allem bei Trekking- und Wandertouren zu beachten.

Möchte man das öfter tun, sind die preislich anspruchsvolleren Daunenschlafsäcke eine Überlegung wert. Sie sind um einiges leichter und bieten trotzdem eine herausragende Wärmeleistung.

Leichte Kunstfaserschlafsäcke eignen sich aber für Wanderungen im Sommer und in lauen Übergangsnächten. Bei Temperaturen unter 10 Grad friert man in solchen Schlafsäcken aber schnell.

Der Schlafsack muss auch in der Größe zu Ihnen passen. Die Schlafsäcke der einzelnen Hersteller unterscheiden sich durchaus in ihrer Breite. Gerade breitschultrige und sehr groß gewachsene Menschen sollten beim Schlafsackkauf unbedingt darauf achten, dass es für sie später im Schlafsack nicht zu eng wird, denn das beeinflusst den Liegekomfort enorm.

Zwar bieten die modernen Zelte einen hervorragenden Nässeschutz, aber auch beim Schlafsack spielt die Nässebeständigkeit eine Rolle. Der Schlafsack sollte möglichst wasserabweisend sein.

Dabei schneiden Kunstfaserschlafsäcke oftmals besser ab. Bei Daunenschlafsäcken wärmen selbst leicht feuchte Daunen einfach nicht mehr so gut. Zudem braucht es seine Zeit, bis diese wieder trocken sind.

Kunstfaserschlafsäcken sind auch besonders pflegeleicht, da sie sich meist bei bis zu 30 Grad Celsius waschen lassen.

Schließlich sollte man beim Schlafsackkauf noch auf einen robusten Packsack achten, in den der Schlafsack auch wieder problemlos hinein passt. Denn nur mit einem ordentlichen Packsack lässt sich der Schlafsack leicht, kompakt und problemlos transportieren.

Die verschiedenen Schlafsackarten

Wie Sie schon gemerkt haben, muss man beim Schlafsack einiges bedenken. Wenn auch alle Schlafsäcke nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren, nämlich wie eine Art Hülle zum Schlafen, bei der man quasi rundum von einer Decke umgeben ist, so gibt es auch verschiedene “Bauformen”, die für unterschiedliche Nutzer und diverse Terrains ganz unterschiedlich geeignet sind. Auch sind die meisten Schlafsäcke nicht nur Bettdeckenersatz, sondern auch Bettlaken und Kopfkissen werden meist dank eines Schlafsacks nicht gebraucht.

Mumienschlafsäcke

Ein Mumienschlafsack erhält seinen Namen, da die Nutzer des Schlafsacks in ihm wie eine Mumie aussehen. Denn diese Art des Schlafsacks ist mit einem eingefassten Kopfteil versehen, so dass der gesamte Körper schön warm bleibt. Mumienschlafsäcke sind meist auch sehr leicht und lassen sich daher besonders gut transportieren und auf Camping- oder Wanderausflüge mitnehmen. Mumienschlafsäcke werden in unterschiedlichen Materialmischungen angeboten, von denen sich einige auch für extrem frostige Temperaturen bestens eignen.

Expeditionsschlafsäcke

Führt Ihre Tour aber in Gebiete, in denen es empfindlich kalt werden kann und auch Minustemperaturen auftreten können, sollte man unbedingt auf einen Expeditionsschlafsack zurückgreifen. Diese Schlafsäcke sind besonders gut gedämmt, damit ihre Benutzer auch bei eisigen Temperaturen nicht im Schlaf erfrieren. Es werden Expeditionsschlafsäcke sowohl mit Daunen als auch mit Kunstfasern angeboten. Die Daunenvariante kann dabei sogar bei Temperaturen von bis zu Minus 50 Grad Celsius eingesetzt werden und ist recht leicht. Kunstfaserschlafsäcke für den Expeditionsbereich sind hingegen um Einiges schwerer, dafür aber wasser- und nässeabweisend, was sie im Vergleich zu den Daunenschlafsäcken merklich auszeichnet.

Wir haben darauf hingewiesen, dass Daunenschlafsäcke sehr gute Wärmedämmeigenschaften haben, aber um einiges teurer sind als Kunstfaserschlafsäcke. Deshalb hier noch einige Ausführungen mehr, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern:

Daunenschlafsack

Daunenschlafsäcke gehören zu den beliebtesten Schlafsäcken überhaupt, ob man nun eine Kunstfaserallergie hat oder einfach  einen  leichten, aber trotzdem sehr leistungsstarken Schlafsack sucht.

Die Daunenfüllung dieser Schlafsäcke erfordert aber besondere Pflege, wenn man lange etwas von ihnen haben will. Wie schon ausgeführt, sind Daunenschlafsäcke im Vergleich zu Kunstfaserschlafsäcken teurer. Man sollte deshalb die Anschaffung eines Daunenschlafsacks gut überlegen. In ihrer Wärmleistung sind Daunenschlafsäcke jedoch unübertroffen.

Aufbau und Füllung von Daunenschlafsäcken

Daunenschlafsäcke sind mit Daunenfedern befüllt. Diese stammen entweder von Enten oder Gänsen. Dabei weisen Daunen solch hervorragende Wärmeeigenschaften auf, da sie von der Natur extra für die Gefiederisolation der Vögel im Wasser “entwickelt” wurden. Daunen besitzen die herausragende Eigenschaft, dass sie Luft binden, die so nicht zirkulieren kann. So frieren die Vögel nicht im Wasser und auch im Inneren des Schlafsacks  sorgen die Daunen für eine angenehme Temperatur. Die Qualität der Daunen hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab. Ältere Gänse oder Enten liefern beispielsweise besonders stabile Daunen. Tiere aus besonders kalten Gebieten liefern zudem Daunen mit besseren Wärmeeigenschaften. Der Preis des Daunenschlafsacks hängt also auch entscheidend von der Daunenqualität ab.

Neben den qualitativ hochwertigen Daunen ist auch die Anordnung der  Kammern wichtig, die die Verteilung der Daunen im Inneren des Schlafsacks vorgeben. Damit wird verhindert, dass die Daunen nicht nur einfach allesamt an einer Stelle zusammenkleben.

Die Vor- und Nachteile des Daunenschlafsacks

Die Liste der Vorteile eines Daunenschlafsacks ist lang. Er schlägt seinen Konkurrenten, den Kunstfaserschlafsack, in vielen Bereichen. Während er die gleiche oder sogar eine bessere Wärmeisolation wie andere Schlafsäcke bietet, sind Daunenschlafsäcke dabei oftmals nur halb so schwer. Auch das Volumen der Daunenschlafsäcke fällt im Vergleich niedriger aus, so dass diese sich leichter transportieren lassen.

Aber diese Vorteile haben auch ihren Preis, denn Daunenschlafsäcke sind oft deutlich teurer als Kunstfaserschlafsäcke.

Als Nachteil gilt es neben dem höheren Preis zu beachten, dass die Daunen nässeempfindlich sind und damit, wenn sie feucht werden, einen Teil ihres Isoliervermögens verlieren.

Auch der Pflegeaufwand für einen Daunenschlafsack ist höher. Die Reinigung ist komplizierter und muss oft fachgerecht ausgeführt werden, damit die Daunen keine Klumpen bilden.

Wer sich also für den “wertvolleren” Daunenschlafsack entscheidet, für den muss sich dies durch Einsatzgebiet und häufige Schlafsacknutzung auch lohnen.

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